Endlich hatten wir es geschafft, mit Klaus und Gabi einen freien Platz am Wochende im Silk zu bekommen. Die Aufgabe bestand darin, ein ca 11 Gängiges Menü auf einem Sofa liegend, sitzend oder sonst in irgend einer passenden Körperhaltung zu verspeisen. Wir wurden auf einem Riesensofa für ca 12-14 leute plaziert. Wir zu viert an einem Ende, 2 andere Pärchen nahmen am anderen Ende Platz.

Kurz nach dem Aussuchen und Bestellen der Getränke ging es auch schon los. Der 1. Gruß aus der Küche war ein streichholzschachtelgroßer gefrorener Quader aus einem Holunderblütensirup, eingeschlagen in Papierhälften zum besseren Halten, aber nicht mitessen. Der Geschmack der schmelzenden Holunderextrakte war einfach überraschend und schärfte die Geschmacksnerven für die kommenden Anschläge.

Dann ging es immer noch nicht an die Abarbeitung der Menükarte, sondern es folgte ein 2.Gruß aus der Küche:
Feinster Parmaschinken zwischen 2 hauchdünnen Fladenbrotscheibchen und eine Olivenölsphäre. Wir wurden von der netten Bedienung angewiesen, zuerst den Schinken, und dann die “Olive” zu essen. Mein erster direkter Kontakt mit der “Molekularen Küche”. Die Olive sah zwar aus wie eine, war aber keine, eher Olivenöl in einer leichten Hülle aus etwas festerem Olivenöl.
Unsere Geschmacksnerven waren nun auf “scharf” gestellt.
Der 1. Gang der Speisekarte kam endlich an die Reihe:

Eine nette Bedienung krabbelte elegant auf unser Sofa und hielt uns einen Balken mit “Cornettos” unter die Nasen. Bisontartaremit Avocadoschaum und Kaviar in einem dunnen Teig eingepackt, quasi ein Cornetto.

Ein Blick auf unsere 2 Paare gegenüber

Klaus hat es sich mal so richtig bequem gemacht:

Dann kam auch schon die nächste Köstlichkeit: Dorade mit Karfiol und Japanischer Pflaume und Wasabi-Sahne-Creme:

Die nette Bedienung krabbelte wieder aufs Sofa und brachte Büffel-Ricotta-Ravioli auf Borschtsch mit Meerrettich-Schaum.
