{"id":814,"date":"2011-01-29T22:31:12","date_gmt":"2011-01-29T20:31:12","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.staffler.net\/?p=814"},"modified":"2011-02-09T15:43:11","modified_gmt":"2011-02-09T13:43:11","slug":"new-york-3-tag-samstag-11-12-2010","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.staffler.net\/?p=814","title":{"rendered":"New York, 3.Tag, Samstag 11.12.2010"},"content":{"rendered":"<p>[picasaView album=&#8217;NYC03&#8242; directview] Die Circle-Line (( <a href=\"http:\/\/www.circleline42.com\/new-york-cruises\/browse.aspx?type=&amp;productid=2\">http:\/\/www.circleline42.com\/new-york-cruises\/browse.aspx?type=&amp;productid=2<\/a> )) ist eine Bootsfahrt rund um die Insel Manhattan in drei Stunden, oder nur um den unteren Teil in zwei Stunden, was an diesem sehr kalten Samstag f\u00fcr uns die Option (( Semi-Circle Line )) war.<br \>\nDas Fr\u00fchst\u00fcck nahmen wir diesmal im Ottomanelli, ein, einem Eckladen gegen\u00fcber der gestrigen \u201cFr\u00fchst\u00fccks-Oase\u201d (( NiceMatin )). Es dauerte einige Minuten und kostete etwas M\u00fche, radebrechend die Dienstleistungskr\u00e4fte von unseren ungew\u00f6hnlichen europ\u00e4ischen Fr\u00fchst\u00fccksriten zu \u00fcberzeugen. Gest\u00e4rkt fuhren wir wieder zum Times Square, der uns mit seiner permanenten Gesch\u00e4ftigkeit inzwischen immer vertrauter wurde, und beschlossen die 42th Street nach Westen zum Pier 83 zu gehen.<!--more--> Nach ein paar Blocks blies bereits ein kr\u00e4ftiger eisiger Wind um die H\u00e4userecken und die gef\u00fchlte Temperatur ging gegen -10\u00b0C. Da wir zwei Stunden auf dem Wasser verbringen wollten, war mir sofort klar, dass ich noch unbedingt eine weitere Kleidungsschicht ben\u00f6tigen w\u00fcrde. Beim n\u00e4chsten Gesch\u00e4ft f\u00fcr Sportbekleidung kaufte ich mir \u00a0ein d\u00fcnnes Langarmshirt f\u00fcr 15$, um es sofort als zus\u00e4tzliche Zwiebelschicht unter meiner Jacke anzuziehen. Die Ansage, zwei St\u00fcck f\u00fcr 20$ war ein direkter Treffer in mein Eink\u00e4uferherz und ich trug fortan ein Plastiksackerl zus\u00e4tzlich mit mir. Wir verlie\u00dfen das Gesch\u00e4ft und stapften z\u00fcgig weiter nach Westen in Richtung Pier 83 am Hudson-River.<br \>\nDiese langen Weiten der H\u00e4userschluchten wurde uns in dem Moment bewusst, als die Stra\u00dfe pl\u00f6tzlich bis zum Horizont ins schier Unendliche zu gehen schien. Wir wunderten uns immer mehr, warum wir nicht endlich den Hudson River zu Gesicht bekamen und wir kamen auf die geniale Idee, die Stras\u00dfenschilder als Orientierungshilfe zu nutzen. Dadurch bemerkten wir mit gro\u00dfem Schrecken, dass wir anstelle der 42th Street nach Westen, die 7th Avenue nach S\u00fcden gegangen sind. Die Wurzel dieser peinlichen Orientierungslosigkeit wurde uns auch dann sogleich bewusst: Das Gesch\u00e4ft, in dem ich meine Zwiebelschicht hinzuf\u00fcgte, war ein Eckgesch\u00e4ft mit Eingangst\u00fcren an jeder Seite. Wenn man da an einer anderen Seite den Laden verl\u00e4sst, bewegt man sich nat\u00fcrlich um 90\u00b0 in die falsche Richtung. Extrem d\u00e4mlich, dies erst 10 Blocks sp\u00e4ter zu bemerken. Wir waren n\u00e4mlich fast bis zur 30th Street nach S\u00fcden gegangen. Etwas z\u00fcgiger m\u00e4anderten wir uns wieder weiter nach Norden und Westen, um dann doch noch rechtzeitig vor 10:00 Uhr am Pier 83 anzukommen.<br \>\nNach der obligaten Fotofalle, ein gr\u00fcner Hintergrund, vor dem sich ausnahmslos jeder ablichten lassen muss bevor er auf\u2019s Boot steigt, ging es aufs Oberdeck, wo eine neugierige M\u00f6ve keck am Dach hin und her stolzierend von oben herab die Passagiere musterte.<br \>\nW\u00e4hrend der Tour befand sich ein wei\u00dfhaariger \u00e4lter Herr an Deck und erkl\u00e4rte mit einem Mikrofon bewaffnet sehr viele Details w\u00e4hrend der kleinen Rundreise. Es ging nach S\u00fcden vorbei an Ellis Island bis zu Miss Liberty, dann um den S\u00fcdzipfel von Manhattan hoch zum Eastriver bis auf die \u00a0H\u00f6he vom Central Park und wieder zur\u00fcck zum Pier 83 auf der H\u00f6he der 42. Stra\u00dfe.<br \>\nDas dichtgedr\u00e4ngte Programm lies uns nicht viel Zeit und wir durchpfl\u00fcgten die H\u00e4userschluchten in Richtung 31. Strasse Ecke 5th Avenue. um dem Empire State Building aufs Dach, oder besser gesagt: auf die Aussichstplattform zu steigen.<br \>\nBereits ein Block vorher werden wir sofort als Touristen erkannt und man bot uns sehr aufdringlich Tickets an, doch wir winkten mit dem Citypass ((<a href=\"http:\/\/www.citypass.com\/new-york\">Citypass New York<\/a>)) und lassen uns gleich den Weg zum Eingang zeigen. Die beeindruckende Eingangshalle sogleich hinter uns und wir reihten uns in eine Schlange von ebenfalls wartenden Besuchern ein. Wir schritten durch das unvermeidliche Sicherheitstor wie am Flughafen und das Pflichtfoto vor gr\u00fcnem Hintergrund mussten wir ebenfalls wieder \u00fcber uns ergehen lassen. Man sagte uns dass man eine Stunde anstehen m\u00fcsse, aber durch die permanente Abwechslung dauerte es gef\u00fchlte 20 Minuten.<br \>\nEndlich oben angekommen (( Es sollen \u00fcber 80 Fahrst\u00fchle im Geb\u00e4ude vorhanden sein )) bot sich uns ein Anblick, den man so schnell nicht wieder vergessen wird. Trotz unz\u00e4hliger vieler Bilder, die man im Netz findet, ist es doch ein Riesenunterschied, wenn man selber am eigenen K\u00f6rper mit allen Sinnen diesen Anblick erleben und erfahren kann. Dieses rauschende Brummen, Rumoren, Gehupe, entfernte Kojak-Sirenengeheul und Gewusel von Menschen und Autos kann man schlecht auf einem Bild festhalten. Leider wird der Ausblick durch die vorhandenen Gitterst\u00e4be etwas eingeschr\u00e4nkt.<br \>\nDie Abfahrt gestaltete sich wieder im Stau der anderen Mitbesucher, die ersten 10 Stockwerke wurden wir \u00fcber Treppen geleitet, da die Fahrst\u00fchle etwas \u00fcberlastet waren.<br \>\nEndlich wieder am Boden angekommen bemerkten wir erst, dass uns mal wieder so richtig die Sohlen brannten. Klaus entdeckte beim Marsch auf der 33.Stra\u00dfe Richtung Osten an einem Koreanischen Friseurladen ein Schild welches uns eine Linderung in Form von Fu\u00df-Massage verhei\u00dfen sollte. Sogleich buchten wir den Service f\u00fcr 30min und lie\u00dfen uns die F\u00fc\u00dfe und R\u00fccken massieren.<br \>\nMit den renovierten Laufwerkzeugen ging es sich wieder bedeutend angenehmer und wir beschlossen zur\u00fcck zum Times Square zu gehen.<br \>\nAuf dem Weg dahin wurden wir von einem sprechenden Klo angeworben, die Charmins Restrooms aufzusuchen. Da die \u00f6ffenetlichen Toiletten nicht so leicht zu finden waren, nahm ich das Angebot sehr gerne an. Ich stellte mich somit selbstlos als Toilletenpapier-Tester zur Verf\u00fcgung.<br \>\nWir beschlossen noch nach SOHO zu fahren und in der Green Street die Gallerie (( <a href=\"http:\/\/www.mimiferzt.com\/\">www.mimiferzt.com<\/a> )) unserer Nachbarin aus der Oyster Bar zu besuchen.<br \>\nDas SOHO (( <a href=\"http:\/\/www.sohonyc.com\/\">www.sohonyc.com<\/a> )) ist ein Szeneviertel Manhattans und bedeutet South of Houston Street. Es ist ber\u00fchmt f\u00fcr seine \u0001&#8222;\u0003Gu\u00dfeisenarchitektur\u0001&#8220;\u0003 und seine K\u00fcnstler-Szene. Auf den Stra\u00dfen verkaufen schrille Leute ihre Kunstwerke, man hat das Gef\u00fchl eher in einer europ\u00e4ischen Stadt als in Manhatten zu sein.<br \>\nGegen Abend wurde es dann auch Zeit, mal wieder richtig essen zu gehen und ein Steak-Haus aufzusuchen. Was wir damals wiederum nicht wussten, war der Umstand, dass der gemeine New Yorker ((oder auch der gemeine Amerikaner)) erst am Abend sein Hauptessen einnimmt, und das sehr gerne nicht im eigenen Heim sondern ausw\u00e4rts.<br \>\nDas Ergebnis sah dann folgenderma\u00dfen aus: Vor jedem Restaurant stand trotz eisiger K\u00e4lte eine brav aufgereihte Schlange von Menschen, und harrte geduldig dem Einla\u00df entgegen. Entsetzt \u00fcber diese bis zu 30m langen Menschenreihen t\u00f6nte ganz pragmatisch der Satz \u201cIt\u2019s worth for it\u201d aus der Menschenreihe. Wir trauten dieser f\u00fcr uns sehr ungewohnten Situation nicht und beschlossen auf eigene Faust weniger belagerte Restaurants aufzusuchen. Doch vergeblich: Mit anhaltender Suche und knurrigem Magen fielen wir dann \u00fcber eine Schnellpizza-Bude ein und g\u00f6nnten uns je eine Slice, also ein St\u00fcck Pizza, wobei das \u201cSt\u00fcck\u201d nat\u00fcrlich aus einer Riesenpizza entnommen wurde und f\u00fcr unsre europ\u00e4ischen Kleinm\u00e4gen ausreichend war. Ersch\u00f6pft fielen wir wieder in unsere Betten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[picasaView album=&#8217;NYC03&#8242; directview] Die Circle-Line (( http:\/\/www.circleline42.com\/new-york-cruises\/browse.aspx?type=&amp;productid=2 )) ist eine Bootsfahrt rund um die Insel Manhattan in drei Stunden, oder nur um den unteren Teil in zwei Stunden, was an diesem sehr kalten Samstag f\u00fcr uns die Option (( Semi-Circle Line )) war. 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