{"id":392,"date":"2009-06-30T18:34:45","date_gmt":"2009-06-30T16:34:45","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.staffler.net\/?p=392"},"modified":"2009-12-11T13:20:50","modified_gmt":"2009-12-11T11:20:50","slug":"steak-mit-stabchen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.staffler.net\/?p=392","title":{"rendered":"Steak mit St\u00e4bchen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-394\" title=\"foto-3\" src=\"http:\/\/blog.staffler.net\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/foto-3-300x247.jpg\" alt=\"foto-3\" width=\"300\" height=\"247\" srcset=\"http:\/\/blog.staffler.net\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/foto-3-300x247.jpg 300w, http:\>H\u00e4tte mir mal jemand erz\u00e4hlt, ich w\u00fcrde ein Steak mit St\u00e4bchen essen, ich h\u00e4tte denjenigen sofort als kulinarischen Berserker, ja vielleicht sogar als Genuss-Am\u00f6be abgestempelt. Aber wie es so oft kommt wird man schneller von der Realit\u00e4t eingeholt, als man sich vorstellen kann.<br \>\nDiese Steak gewordene Realit\u00e4t tr\u00e4gt den Namen: KOBE-Rind. Eine Japanische Rinderrasse, aus der Japanischen Pr\u00e4fektur Hyogo. Nach einem Bericht in der FAZ.net vom 1.07.2009 war es wohl kein richtiges Kobe-Rind aus eben dieser Gegend, da kein Pfund des Kobe-Fleisches in den Export gehen darf. Das, was in Deutschland oft als \u0001&#8222;\u0003Kobe-Beef\u0001&#8220;\u0003 angepriesen wird, stammt ohnehin nicht von den Tajima-Rindern aus Kobe, sondern allenfalls von japanischem Schwarzvieh aus anderen Teilen des Landes oder von Nachz\u00fcchtungen und Kreuzungen im Ausland. ((<a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print-welt\/article704463\/Das_zarteste_Fleisch_der_Welt.html\">Das zarteste Fleisch der Welt<\/a>))<br \>\n<!--more--><br \>\n<img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-397\" title=\"foto-4\" src=\"http:\/\/blog.staffler.net\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/foto-4-225x300.jpg\" alt=\"foto-4\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/blog.staffler.net\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/foto-4-225x300.jpg 225w, http:\>In Matsusaka, der Nachbarpr\u00e4fektur Mie, gebe es eine Show-Stallung wo die Rinder gestreichelt und massiert werden, f\u00fcr Touristen eben. Nur ist das Fleisch von dort aber eigentlich kein Kobe-Beef, das ist den Steaks und Filets von Tajima-Rindern aus Hyogo vorbehalten, in der Kobe liegt.<br \>\nLaut dem Bericht sind nur 3066 Tiere im Jahr post mortem mit dem Titel geadelt worden. 770 000 Japanische Bullen, K\u00fche und K\u00e4lber hatten nicht diese Ehre.<br \>\nUnd dass die feine Fett-Marmorierung dem Massieren und Striegeln zu verdanken sei, ist angeblich aus dem Reich der Fabeln. Eher ist es wohl genetisch bedingt und wird nach strengen Zuchtkontrollen weitergegeben. Ebenfalls das F\u00fcttern mit Sake, wird vom Z\u00fcchter bel\u00e4chelt, da der Alkohol eh nicht \u00fcber den ersten Magen hinaus k\u00e4me. Nachdem in Europa das Fett und somit auch der Geschmack immer mehr weggez\u00fcchtet wurde, durften es die Kobe-Rinder behalten. Die F\u00fctterung h\u00e4lt die ges\u00e4ttigten Fetts\u00e4uren niedrig. Aber Genug der Theorie. Wie schmeckt nun denn dieses \u0001&#8222;\u0003Kobe\u0001&#8220;\u0003 welches, wie wir ja gerade gelernt haben, eigentlich kein richtiges war.<br \>\n<img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-401\" title=\"foto-52\" src=\"http:\/\/blog.staffler.net\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/foto-52-300x162.jpg\" alt=\"foto-52\" width=\"300\" height=\"162\" srcset=\"http:\/\/blog.staffler.net\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/foto-52-300x162.jpg 300w, http:\>Also zuerst war die Zubereitung schon sehr interessant: Der Koch hatte eine gro\u00dfe Platte aus Edelstahl, wo er die Steaks zubereitete. Dies machte er so kunstvoll und mit viel Geduld und Hygiene dass es sehr entspannt war, dem Meister bei der Arbeit zuzusehen.<br \>\nZum Schlu\u00df begann er dann die Steaks kunstvoll in kleine Streifen und dann nochmals quer in kleine St\u00fcckchen zu schneiden. Was am Anfang irritierend wirkte, erkl\u00e4rte sich dann beim Blick aufs Besteck von Selbst. Japanisches Besteck! Also St\u00e4bchen!<br \>\nDer Geschmack ist zuerst fast erschlagend f\u00fcr die fettentw\u00f6hnten Geruchsknospen. Der Fettgeschmack setzte sich sofort in den Vordergrund, um aber sofort mit dem zarten Fleisch eine wohlschmeckende Geschmackssymbiose einzugehen. Ich denke, ich muss jetz eine Pause einlegen, ich sabbere gerade meine Tastatur voll.<br \>\nIch lasse dann besser die Bilder f\u00fcr sich sprechen. Mahlzeit!<\/p>\n<p>Hier der Bericht aus der FAZ, ob ich den auch hier komplett ver\u00f6ffenlichen darf wage ich zu bezweifeln.<br \>\n<span style=\"color: #00ff00;\"><a href=\"http:\/\/tinyurl.com\/n23ea2\">Zu Besuch bei einem Sagenhaften Tier von Berthold Kohler (c) FAZ 29.06.09<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>H\u00e4tte mir mal jemand erz\u00e4hlt, ich w\u00fcrde ein Steak mit St\u00e4bchen essen, ich h\u00e4tte denjenigen sofort als kulinarischen Berserker, ja vielleicht sogar als Genuss-Am\u00f6be abgestempelt. 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