{"id":464,"date":"2009-10-15T10:04:43","date_gmt":"2009-10-15T08:04:43","guid":{"rendered":"HTTP:\/\/blog.staffler.net\/?p=464"},"modified":"2009-11-13T11:54:05","modified_gmt":"2009-11-13T09:54:05","slug":"wien-1-tag","status":"publish","type":"post","link":"HTTP:\/\/blog.staffler.net\/?p=464","title":{"rendered":"فيينا (رويترز), 1. يوم: لا تولي اهتماما لعجلة فيريس&#8230;."},"content":{"rendered":"<p><code>[picasaView album='WIEN01' directview]<\/code>&#8230;sowas lenkt Sie nur ab, wie es sich oft schon bewiesen hat wird Ihre Zeit viel zu knapp.<\/p>\n<p>Genauso wie es Reinhard Fendrich in seinem Song &#8220;Haben Sie Wien schon bei Nacht geseh&#8217;n&#8221; beschrieben hat, f\u00fchlten wir uns auch. Unsere Zeit war einfach viel zu knapp, weswegen wir uns auch auf das Zentrum um den 1.Bezirk beschr\u00e4nkten. Wien hat nun auch uns endlich gesehen. \ud83d\ude42 Als \u00d6sterreicher eigentlich eine Schande, noch nie in der Bundeshauptstadt gewesen zu sein. <!--more-->Als die \u00fcbliche WIEN-Woche in der Schule an stand, kamen ein paar Kultur-Ignoranten in der Klasse auf die glorreiche Idee, lieber eine Sportwoche zu organisieren. Logisch! Was soll man schon 1 Woche in Wien machen, ist ja sicher extrem langweilig! Deppen das!<\/p>\n<p>Sicher mag es ja ganz witzig sein, 1 Woche Tennisspielen, oder den Surfschein zu machen, aber das mache ich lieber im Urlaub im S\u00fcden, anstelle am Attersee abends immer in der gleichen Kneipe ein pubert\u00e4res Kampftrinken zu veranstalten. Ok, lustig war es sicher, aber WIEN w\u00e4re viel lustiger aber vor allem cooler geworden.<\/p>\n<p>Nachdem ich jahrelang in vor Entsetzen weitge\u00f6ffnete M\u00fcnder und Augen starren musste, dass ich als Austrianer noch nie in Wien war, habe ich diesen Umstand endlich aus der Welt geschaffen.<\/p>\n<p>Vom 15. &#8211; 18.Oktober war endlich eine St\u00e4dtereise angesagt.<br \>\nDank gesammelter Membershipmeilen konnte der Flug quasi umsonst gebucht werden. Das Hotelzimmer bekamen wir auch zum Weekendspecial im Interconti mit kostenlosem Upgrade bei Verf\u00fcgbarkeit. Nat\u00fcrlich durfte ich noch als Kurier f\u00fcr eine Firma t\u00e4tig werden und eine W\u00e4rmebildkamera f\u00fcr eine Baustelle in Schwechat mitnehmen. Aber als Handgep\u00e4ck ging das locker mit.<br \>\nMit Rollkoffer und kleinem Trolli bewaffnet ging es donnerstags fr\u00fch bei frostigen -1\u00b0C los. Wir checkten am Terminal 2 in Frankfurt ein und fr\u00fchst\u00fcckten eine Kleinigkeit beim gelben Schotten. Dabei tr\u00f6delten wir solange rum, dass wir an der Personenkontrolle in einen Stau gerieten, und den Boarding-Termin um 15min vers\u00e4umten. Irgendwie ein komisches Gef\u00fchl, wenn man am Gate schon mit Namen angesprochen und erwartet wird. Sobald wir im Bus waren, gingen die T\u00fcren zu, und es ging ab zum Vorfeld wo die FlyNiki schon auf uns wartete.<\/p>\n<p>Nach ungef\u00e4hr 1h Flug landeten wir bei leichtem Schneetreiben in Schwechat. Das Auschecken ging flott \u00fcber die B\u00fchne, und nach der \u00dcbergabe der W\u00e4rmebildkamera fuhren wir mit dem Taxi in die Stadt.<br \>\nImmer h\u00f6her, verzierter und prunkvoller wurden die Fassaden je mehr wir uns Richtung Stadtmitte bewegten. Das Interconti ist von au\u00dfen ein sehr schmuckloser, ja geradezu h\u00e4sslicher Kasten, als ob Erich Honecker einen Plattenbau ganz billig nach Wien verkauft h\u00e4tte. Irgendwie wirkt er fast beleidigend angesichts der umliegenden sch\u00f6nen H\u00e4user mit ihren schmucken Fassaden.<\/p>\n<p>Zum Gl\u00fcck sieht es innen ganz anders aus. Wie es sich f\u00fcr ein 5-Sterne Hotel geh\u00f6rt, empf\u00e4ngt uns ein Hotelpage am Taxi, welches direkt vor die regengesch\u00fctzte T\u00fcr f\u00e4hrt, \u00f6ffnet die T\u00fcren und packt unsere Koffer aus dem Taxi und tr\u00e4gt sie sogleich in die Empfangshalle. Diese ist so, wie man es sich in einem Top-Class Hotel auch vorstellt: Sehr gro\u00df, sehr gutes Raumgef\u00fchl, tiefe Teppiche, ein genereller Rot-Ton verleiht dem ganzen Ambiente eine gewisse Schwere, ja sogar unterschwellige Wichtigkeit der ganzen Einrichtung.<\/p>\n<p>Am Tresen fragte ich dann, ob ein Zimmer f\u00fcr Upgrade frei sei, der nette Herr schmunzelte dann s\u00fcffisant und meinte, dass ich wohl Gl\u00fcck h\u00e4tte, es w\u00e4re ein Upupupgrade zu einer Suite im Club-Bereich mit eigenem Check-In.<\/p>\n<p>Er dr\u00fcckte meiner verdutzten Erscheinung eine Chipkarte in die Hand, mit der ich dann im Aufzug die W\u00e4hltaste f\u00fcr den 12.Stock freischalten konnte.<br \>\nDort oben im letzten Stock des Kastens konnten wir dann in der Club Lounge entspannt einchecken und uns am Buffet laben, bis die Suite bezugsfertig war.<br \>\nDie kleine Wohnung auf Zeit lag einen Stock tiefer und empfing uns mit einem sehr gro\u00dfz\u00fcgigen Wohnraum mit eigenem Flachschirm-TV an der Wand und das durch eine gro\u00dfe doppelte Schiebet\u00fcr getrennte Schlafgemach. Dieses hatte nat\u00fcrlich auch einen eigenen TV auf der Kommode stehen.<\/p>\n<p>Als wir uns gerade umsahen, klopfte es an der T\u00fcr und ein Kellner brachte uns einen Willkommensgru\u00df vom Hotelchef pers\u00f6nlich: Ein 0,375er Flasche Champagner und Pralinen, frisches Obst. Irgendwie kamen wir uns sehr wichtig und umhegt vor.<br \>\nNachdem wir mit dem Champagner angesto\u00dfen und uns ausgeruht hatten, machten wir uns auf den Weg, um den 1. Bezirk zu erkunden. Da es ziemlich windig war und noch regnete, lie\u00dfen wir uns einen Schirm vom Portier geben und wagten uns ins n\u00e4chtliche Wien. Die erste Adresse, die wir ansteuern wollten, war die Wollzeile, zum <span style=\"color: #00ff00;\"> <\/span><a href=\"http:\/\/www.figlmueller.at\"><span style=\"color: #ff6600;\">Figlm\u00fcller<\/span> <\/a>, wo es sensationelle Schnitzel geben soll. Durch beeindruckende Fassadenw\u00e4lle gingen wir am Stadtpark vorbei. Der kr\u00e4ftige Wind drohte \u00f6fters mal den Schirm umzust\u00fclpen, aber mit eleganten Reaktionen konnten wir gut der heimt\u00fcckischen Luftstr\u00f6mung entgehen.<br \>\nIn der Wollzeile angekommen, sahen wir bereits eine lange Schlange VOR der Eingangst\u00fcre. MIST! Aber schlau wie ich bin, rief ich sofort dort per Handy an und fragte nach einem freien Tisch f\u00fcr 2 Personen. Denkste! Es ist eine Tagung in Wien und die sind \u00fcbers ganze Wochenende ausgebucht, ich k\u00f6nne aber gerne 50m weiter in der B\u00e4ckerstra\u00dfe probieren, da g\u00e4be es auch einen Figlm\u00fcller.<br \>\nDiesen Tipp nahmen wir dann gerne an und lie\u00dfen die penetrante Warteschlange links liegen, um in der B\u00e4ckerstra\u00dfe aufzuschlagen. Dort wartete aber auch schon eine Schlange an der Theke, was mich zu einem weiteren Anruf verleitete. Vielleicht kann ich ja da mal einen Tisch tel. reservieren. Dort meinte der freundliche Herr &#8220;Ois is ooosgebucht, oba kemmans nua hea, wenns nua zwaaa L\u00e4\u00e4dln s\u00e4\u00e4ds, kriags eh schn\u00f6ll an Blooz. Hungrig is no kana bei uns ham gonga&#8221; Auf gut Deutsch: Alles ausgebucht, aber 2 Personen kriegen schnell einen Platz und es sei auch noch niemand hungrig nach Hause gegangen.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich mussten wir nur gef\u00fchlte 5min an der Theke warten, bis uns der Kellner im Gew\u00f6lbekeller einen Platz zugewiesen hatte. Genauso flott standen die 2 gro\u00dfen Schnitzel am Platz, auf allen Seiten mindestens 1 cm \u00fcber den Tellerrand h\u00e4ngend. Dazu leckeren Vogerl und Gurkensalat.<\/p>\n<p>Ges\u00e4ttigt verlie\u00dfen wir den Schnitzeltempel und machten uns auf, wieder zur\u00fcck ins Hotel zu laufen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[picasaView album=&#8217;WIEN01&#8242; directview]&#8230;sowas lenkt Sie nur ab, wie es sich oft schon bewiesen hat wird Ihre Zeit viel zu knapp. Genauso wie es Reinhard Fendrich in seinem Song &#8220;Haben Sie Wien schon bei Nacht geseh&#8217;n&#8221; beschrieben hat, f\u00fchlten wir uns auch. 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